Zuverlässige Trennung von Abfällen und Verwertung von organischen Fraktionen zu Bioenergie
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Neuer Auftrag zum Bau einer Biogasanlage in Zell am See

Die Biogas-Anlage, die durch kommunale Mittel gefördert wird, wird jährlich eine Substratmenge von 18.000 Tonnen aus der Region verwerten. Ein Großteil des Substrat-Inputs entfällt auf biogene Abfälle aus der Haussammlung, hinzu kommen Küchen- und Speiseabfälle, Klärschlamm, Fettabscheide-Inhalte und flüssige Abfälle.

Die Vielfältigkeit des Substrat-Mix stellt besondere Anforderungen an den Annahmebereich sowie an die Aufbereitungs- und Vergärungstechnologie der neuen Anlage. Um den hohen Ansprüchen bezüglich der Flexibilität der zu verarbeiteten Reststoffen gerecht zu werden, kommt die bewährte BTA® Hydrodynamische Aufbereitung zum Einsatz. „Das von der BTA International entwickelte und in zahlreichen Referenzanlagen belegbare Aufbereitungsverfahren bietet aufgrund seiner Vielfältigkeit hinsichtlich der Input-Fraktionen die ideale Problemlösung für anspruchsvolle Reststoffe wie wir sie hier in Zell am See vorfinden“, betont Harry Wiljan, Geschäftsführer der BTA International GmbH. Eine solche Flexibilität sei für die langfristige Wirtschaftlichkeit einer Anlage eine Grundvoraussetzung.

Die 25jährige Erfahrung des Unternehmens in der Planung, Realsierung und Inbetriebnahme von über 40 Referenzanlagen weltweit gewährleistet heute eine hohe Effizienz in der Störstoffabtrennung und somit eine hohe Betriebssicherheit der anschließenden Vergärungsstufe.

Bisher hatte der Auftraggeber den Bioabfall gemeinsam mit dem Hausmüll in der benachbarten MBA Zemka behandelt. Die hier zum Einsatz kommende BTA-Technologie ermöglicht dem Betreiber neben der energetischen Verwertung des Bioabfalls die Verwertung von zusätzlichen Abfallströmen, die aufgrund ihres hohen Wassergehaltes bisher nicht behandelt werden konnten.

Aus den jährlich anfallenden 18.000 Tonnen biogener Müll werden mit Hilfe der von der BTA International konzipierten und gebauten Anlage zunächst die Störstoffe, d.h. die nicht vergärbaren Stoffe effizient abgetrennt, ehe die gereinigte organische Suspension in der anaeroben Vergärungsstufe in das klimafreundliche Biogas umgewandelt wird.

Der Gärrest wird anschließend entwässert. Die feste Phase wird in der MBA Zemka stabilisiert während die flüssige Phase weitestgehend zur Anmaischung des Abfalls und für Spülvorgänge im Prozess genutzt wird. Das Überschusswasser wird in einer eigenen Kläranlage aufbereitet ehe es in die Kläranlage Zell am See eingeleitet wird.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung und Auslegung der Anlage auf die bestmögliche Integration in die bereits vorhandenden Einrichtungen am Standort gelegt.

Der Auftraggeber, das Entsorgungsunternehmen ZEMKA verarbeitet und entsorgt Abfälle, Altstoffe und Problemstoffe aus ca. 70 Pinzgauer, Pongauer und Lungauer Gemeinden ebenso wie von Direkt-Anlieferern. Die Vermarktung des Biogases übernimmt die Salzburg AG, deren Strom-Mix zum größten Teil aus erneuerbaren Energien besteht.

Mit dem Bau der neuen Biogas-Anlage verfolgt die Betreiber-Gesellschaft gleich mehrere Ziele. Neben dem Beitrag zur Energiewende und Erreichung der Klimaziele (ca. 2.682 t/a CO2-Einsparung) ist die Anlage so ausgelegt, dass sie pro Jahr einen Energie-Ertrag von 14 GWh/a Biogas-Energie produziert, die der Versorgung des neu eröffneten Tauern Spa dienen.

Darüber hinaus decken die Initiatoren des Projektes die gesamte kommunale Wertschöpfungskette ab wie z.B. die Stärkung der regionalen Infrastruktur, der Absicherung der Arbeitsplätze und einer gesicherten und stabilen Entsorgungskosten für die Bevölkerung und die ansässige Wirtschaft.