Zuverlässige Trennung von Abfällen und Verwertung von organischen Fraktionen zu Bioenergie
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Klimaschonende Wärme für Thermalbad

Pfaffenhofen an der Ilm, 22. Januar 2015 – Eine weitere Biogasanlage der BTA International GmbH ist jetzt im österreichischen Zell am See abgenommen worden. Die Anlage leistet einen nennenswerten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in der Region und schöpft, unter anderem, aus biogenen Hausabfällen und Klärschlamm Energie. Der Auftraggeber Biogas ZEMKA GmbH versorgt mit dem jährlichen Energie-Ertrag der Anlage von 14 GWh, neben der Deckung des eigenen Energiebedarfes der Anlage, zwei weitere Abnehmer mit hochwertigem Biogas und Wärme. Größter Konsument ist das neu eröffnete Wellness-Bad ‚Tauern Spa‘.

Luftbild Zell am See Am Rande des Naturnationalparks Hohe Tauern, auf rund 800 Höhenmetern, ist eine der modernsten Biogasanlagen Österreichs entstanden und abgenommen worden. Gemeinsam mit dem österreichischen Unternehmen Machowetz & Partner Baumanagement GmbH hat die BTA International GmbH in Zell am See für die Biogas ZEMKA GmbH eine Biogasanlage zur energetischen Verwertung biogener Abfälle gebaut. Die Anlage zeichnet sich durch besonders hohe Substratflexibilität und ein intelligentes Biogasnutzungskonzept aus. Jährlich kann eine Abfallmenge von rund 18.000 Tonnen verwertet werden – auch Abfallströme, die aufgrund ihres hohen Wassergehaltes bislang nicht verwertet werden konnten. Ein Großteil des Substrat-Inputs entfällt auf regionale biogene Abfälle aus der Haussammlung, dazu kommen Küchen- und Speiseabfälle, Klärschlamm, Fettabscheide-Inhalte und andere flüssige Abfälle.

Machowetz & Partner verantwortet neben der bautechnischen die elektrotechnische Ausrüstung sowie die Überschusswasserbehandlung. Die BTA hingegen zeichnet für das Engineering, den Bau und die Inbetriebnahme der Abfallannahme und -aufbereitung, den Vergärungs- und Biogasprozess, die Entwässerung sowie das gesamte Prozesswasser-Management verantwortlich. Dabei liegen auch die maschinentechnische Ausrüstung und die Steuerung der gesamten Anlage in der Hand der BTA.

Richtungsweisende Biogas-Nutzung

Ziel ist die klimaschonende Erzeugung von Wärme und Energie für die Region. Somit hat die Biogas ZEMKA in ihrem Konzept der Anlage auch nicht nur an die Deckung des Eigenbedarfes mit Wärme gedacht, sondern zwei weitere Nutzungswege vorgesehen. Ein großer Teil des erzeugten Biogases wird über eine über 2 km lange, unterirdische Gasleitung direkt an das ‚Tauern Spa‘ geliefert. Dort wird es in einem Heizkessel in Wärme zum Beheizen der Bäder- und Saunalandschaft umgewandelt. Das verbleibende Biogas wird in einer Demonstrationsanlage der Salzburg AG zu Erdgasqualität aufbereitet.

„Das Anlagenprojekt in Zell am See hat Vorbildcharakter. Nicht nur durch das breite Spektrum der eingesetzten Abfallstoffe, auch durch die wirklich durchdachte Nutzung des erzeugten Biogases.“ freut sich Eike Liekweg , Geschäftsführer der BTA und Vertriebsvorstand der Muttergesellschaft Agraferm Technologies AG, bei der Abnahme der Anlage. „Die Aufbereitung zu Erdgas sowie der lange Transportweg des Biogases zur Tauern Spa stellt höchste Anforderungen an die Entschwefelung und die Gastrocknung zur Kondensatabtrennung“.

Das von der BTA entwickelte und in zahlreichen Referenzanlagen bewährte hydromechanische Aufbereitungsverfahren gewährleistet Prozesssicherheit auch bei anspruchsvollen Reststoffen. Die Flexibilität der eingesetzten Substrate sichert langfristig die Wirtschaftlichkeit der Anlagen.